Ergebnisanteil des Businesspartners
Der Businesspartner versteuert seinen festgestellten Gewinnanteil grundsätzlich persönlich. Die Zurechnung kann vor einer tatsächlichen Entnahme entstehen.
Einpersonen-GmbH & Co. KG: Der Betreiber ist alleiniger Kommanditist und steuert den Billardclub über die Komplementär-GmbH.
Variante B · Canvas-Schaubild
Variante A · Vertikales Schaubild
Komplementär-GmbH · Vollhafterin
Die Komplementär-GmbH führt die Geschäfte der KG und haftet unbeschränkt — allerdings nur mit ihrem eigenen Vermögen.
Betreiber · Kommanditist (50 %) & GF der GmbH
Der Betreiber ist zu 50 % Kommanditist sowie Gesellschafter und Geschäftsführer der Komplementär-GmbH. Über diese GmbH führt er die Geschäfte der KG.
Businesspartner · Kommanditist (50 %)
Der Businesspartner ist zu 50 % Kommanditist, im Handelsregister eingetragen und am Gewinn der KG beteiligt.
Billardclub GmbH & Co. KG · Betriebsgesellschaft
Die KG ist Trägerin des Handelsgeschäfts. Persönlich haftende Gesellschafterin ist ausschließlich die GmbH (§ 161 Abs. 1 HGB).
Führt den Club
Gibt das Kapital
Stellung
Kommanditist (50 %), GF-GmbH
Stellung
Kommanditist (50 %)
Kontrolle
Führt über Komplementär-GmbH
Kontrolle
Keine Geschäftsführung
Haftung
Bürgschaft Miete & Leasing
Gewinn
50 % nach Vertrag
Vorteil
Solider künftiger Vertragspartner
Wird er später über eine stille Beteiligung eingebunden, steht ihm mit der KG ein Träger gegenüber, bei dem für Betriebsschulden nur die Komplementär-GmbH unbeschränkt haftet — kein Privatvermögen einer natürlichen Person.
Nachteil
Businesspartner noch nicht eingebunden
Die Struktur allein bindet noch keinen Businesspartner ein — dafür braucht es zusätzlich eine stille Beteiligung oder einen eigenen Kommanditanteil.
Nachteil
Kein eigener Gewinnanspruch in dieser Grundform
Ohne zusätzliche stille Beteiligung oder eigenen Kommanditanteil hat er in dieser Struktur keinerlei Anspruch auf einen Gewinnanteil.
Die GmbH & Co. KG ist steuerlich eine Mitunternehmerschaft. Das Ergebnis wird den Gesellschaftern zugerechnet, obwohl die KG selbst den Betrieb führt.
Der Businesspartner versteuert seinen festgestellten Gewinnanteil grundsätzlich persönlich. Die Zurechnung kann vor einer tatsächlichen Entnahme entstehen.
Vergütungen, Darlehen und überlassene Wirtschaftsgüter eines Gesellschafters können steuerlich zum Sonderbetriebsbereich gehören und müssen gesondert erfasst werden.
Der Gesellschaftsvertrag sollte Steuerentnahmen, Ergebnisverwendung und Kapitalkonten so regeln, dass der Businesspartner seine persönliche Steuerbelastung bedienen kann.
Kapitalkonten, Verlustnutzung und Sondervergütungen erfordern eine auf den konkreten Gesellschaftsvertrag abgestimmte Beratung.
Pflichten des Berliner Billardbetriebs und die Prüfpunkte, über die der Businesspartner vertraglich informiert werden sollte.
Die Symbole zeigen den Ablauf. Ein Klick öffnet die Details zum jeweiligen Schritt.
Schritt 1 von 6
Gewerbe und Verantwortliche
Der Betreiber zeigt das Gewerbe nach § 14 GewO an. Der Businesspartner prüft, wer Rechtsträger, vertretungsberechtigt und gegenüber Behörden verantwortlich ist.
Schritt 2 von 6
Gaststättenerlaubnis und Alkohol
Für den Alkoholausschank ist in Berlin vor Betriebsbeginn die gaststättenrechtliche Erlaubnis des zuständigen Ordnungsamts einzuplanen. Zuverlässigkeit, Räume und Betriebskonzept werden geprüft.
Schritt 3 von 6
Lebensmittelhygiene und Belehrungen
Lebensmittelrechtliche Eigenkontrollen, Hygienedokumentation und die Belehrung nach § 43 IfSG sind für einschlägig beschäftigte Personen zu organisieren und nachweisbar aktuell zu halten.
Schritt 4 von 6
Personal und Arbeitsschutz
Arbeitsverträge, Mindestlohn, Arbeitszeit, Sozialversicherung, Unterweisungen und Arbeitsschutz bleiben Aufgaben des operativen Betriebs. Eine aktive Partnerrolle muss vertraglich und organisatorisch klar abgegrenzt sein.
Schritt 5 von 6
Standort, Nutzung und Auflagen
Baurechtliche Nutzung, Brandschutz, Lärm, Öffnungszeiten, Außenwerbung und mögliche Sondernutzungen sind standort- und konzeptabhängig zu prüfen. Der Businesspartner sollte Freigaben und laufende Auflagen als Berichtspunkt verlangen.
Schritt 6 von 6
Laufende Compliance und Nachweise
Kassenführung, Jugendschutz, Preisangaben, Versicherungen, Datenschutz und behördliche Nebenbestimmungen benötigen klare Zuständigkeiten, Fristen und einen regelmäßigen Informationsweg zum Businesspartner.
Stand: 27. Juli 2026. Maßgeblich sind insbesondere die Gewerbeanzeige nach § 14 GewO, die Berliner Gaststättenerlaubnis für Alkoholausschank und die Belehrung nach § 43 IfSG. Standort, Nutzung und Betriebskonzept können weitere Anforderungen auslösen. Rechts-, Steuer- und Genehmigungsberatung muss für den konkreten Betrieb individuell erfolgen.
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Schritt 1 von 5
Komplementär-GmbH gründen
Notarielle Beurkundung, Stammkapital von 25.000 € und Eintragung im Handelsregister (§§ 2, 5, 7 GmbHG).
Schritt 2 von 5
KG-Gesellschaftsvertrag
Errichtung der KG mit dem Betreiber als alleinigem Kommanditisten sowie Regelungen zu Haftsumme, Entnahmen und Fortsetzung.
Schritt 3 von 5
Handelsregisteranmeldung der KG
Anmeldung mit Komplementärin, alleinigem Kommanditisten und Haftsumme in öffentlich beglaubigter Form (§ 162 HGB).
Schritt 4 von 5
Einlage leisten
Zahlung der Kommanditeinlage; erst damit erlischt die unmittelbare Haftung gegenüber Gläubigern (§ 171 Abs. 1 HGB).
Schritt 5 von 5
Gewerbe und Steuern
Gewerbeanzeige, Gaststättenerlaubnis sowie steuerliche Erfassung von KG und GmbH.
Dokument
KG-Gesellschaftsvertrag
Fortsetzung, Abfindung, Geschäftsführung über die Komplementär-GmbH.
Schriftform; Handelsregisteranmeldung notariell beglaubigtDokument
Satzung der Komplementär-GmbH
Sie führt die KG — hier entscheidet sich, wer den Club tatsächlich steuert.
Notarielle BeurkundungDokument
Geschäftsführer-Anstellungsvertrag
Gehalt des Betreibers — es bestimmt zugleich, was als Gewinn übrig bleibt.
SchriftformDokument
Bürgschaftsurkunde und Freistellungsvereinbarung
Die Bürgschaft gegenüber dem Vermieter — und die Abrede, wer sie im Innenverhältnis anteilig trägt.
Schriftform, § 766 BGBEmpfohlen
Entnahmeregelung
Ohne diese Klausel: Ohne feste Grenzen können Entnahmen die Haftsumme unterschreiten oder die Liquidität des Clubs aushöhlen.
Unverzichtbar
Führung ausschließlich über die Komplementär-GmbH
Ohne diese Klausel: Nur so bleibt die Steuerung beim Betreiber, auch wenn der Kommanditanteil des Partners verwertet wird.
Empfohlen
Nachfolge und Wettbewerbsverbot
Ohne diese Klausel: Ohne Regelung rücken Erben in die Kommanditistenstellung ein.
Unverzichtbar
Fortsetzungsklausel für den Insolvenzfall
Ohne diese Klausel: Die Verfahrenseröffnung lässt den Kommanditisten ausscheiden. Ohne Fortsetzungsklausel steht die Auseinandersetzung der KG im Raum.
§ 130 Abs. 1 Nr. 3 HGBUnverzichtbar
Abfindung begrenzen und strecken
Ohne diese Klausel: Ohne Klausel schuldet die KG den vollen Verkehrswert des Kommanditanteils — auf einen Schlag.
§ 135 HGBUnverzichtbar
Haftsumme und Pflichteinlage auseinanderhalten
Ohne diese Klausel: Wird die eingetragene Haftsumme durch Entnahmen unterschritten, lebt die persönliche Haftung des Kommanditisten wieder auf.
§ 172 Abs. 4 HGBUnverzichtbar
Bürgschaft: Höchstbetrag und Befristung
Ohne diese Klausel: Eine unbefristete Bürgschaft ohne Höchstbetrag hebt die Haftungsbeschränkung der Rechtsform faktisch auf.
Unverzichtbar
Anteilige Freistellung durch den Businesspartner
Ohne diese Klausel: Ohne Abrede trägt der Betreiber das Bürgschaftsrisiko allein, während der Gewinn geteilt wird.
Empfohlen
Entlassung aus der Bürgschaft nach Zeitablauf
Ohne diese Klausel: Läuft der Club stabil, sollte die Sicherheit gegen eine Kaution oder Bankbürgschaft ausgetauscht werden können.
Unverzichtbar
Sondervergütungen ausdrücklich regeln
Ohne diese Klausel: Gehalt, Miete und Zinsen an Mitunternehmer werden dem Gewerbeertrag wieder hinzugerechnet. Ohne saubere Regelung überrascht das erst im Steuerbescheid.